Alles Alu-Hut oder was? Wie Begriffe zum Wegbereiter des neuen Faschismus werden

Es liegt vieles im Argen. Statt mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen, ziehen wir uns gegenseitig den Alu-Hut auf. Divide et impera, teile und herrsche, dieser Modus operandi scheint noch immer aufzugehen.

Ein Kommentar von Andreas M. Altmeyer

Es geht in diesen turbulenten Zeiten um nichts Geringeres als um die Deutungshoheit und um das Ringen darum, was gesagt, respektive: geschrieben, werden darf und was eben nicht. Das Wort Corona scheint bei diesem Ringen als Soll-Bruchstelle zu fungieren, die die in den Tiefen des gesellschaftlichen Mind-Settings befindliche Meinungs-Lava ungeklärt an die Oberfläche katapultiert. Wenn der China-Virus, und vor allem: die mediale Flankierung desselben, überhaupt einen positiven Effekt gehabt hat, dann war es wohl dieser. Dass sich Interessengruppen formieren, auf Plätzen ihre Meinung kundtun, dass sie die Demokratie auf der Straße leben und für das Grundgesetz eintreten, das ist doch wahrlich ein Fortschritt, in einem sonst so an Demokratie-Müdigkeit leidenden Land, in dem der Bürger seinem Willen bisweilen höchstens mittels Wahlzettel Ausdruck verleiht, mit einer Stimme, die er dann auch noch abgibt und die verloren ist, weil er sie ja im wahrsten Sinne in einer Urne begräbt. Diese „Quasi-Ohnmacht“ derer sich viele Mitbürger wohl überhaupt nicht bewusst waren, hat Corona aufgeweicht und zwar deswegen, weil das Virus und die damit verbundenen Auswirkungen für uns alle spür- und erlebbar waren und noch immer sind.

Ein Virus als Impuls der Enttäuschung – das klingt vielleicht ein wenig schräg, ist aber dennoch sehr ernst gemeint. Denn es ist doch gerade diese sprichwörtliche „Enttäuschung“ von einem System, dessen Strukturen sich über Jahrzehnte zu maroden Fallstricken Demokratie-verachtender politischer Eliten herangebildet haben, die das Versagen nun auf ganzer Linie zutage treten lässt. Es sind eben jene Fallstricke einer Fassaden-Demokratie, die dazu geführt haben, dass der Sozialstaat nach und nach ausgehölt wurde, die Altersarmut gestiegen ist, die Rüstungs-Etats anwuchsen und sich die Zahl der prekär Beschäftigten auf Rekord-Niveau eingependelt hat, während Monopolisten und exportierende Big Player Rekord-Gewinne eingefahren und noch dazu vom Casino-Kapitalismus unter der Regie von sogenannten Vermögensverwaltern enorm profitiert haben.

Nichstdesotrotz ist den obersten Repräsentanten jenes Systems natürlich daran gelegen, ihren Führungsanspruch auch nach Corona zu behaupten, was „systemisch“ betrachtet durchaus logisch ist, denn Systeme neigen ja bekanntlich dazu, sich selbst zu stabilisieren. Und welche Mechanismen genau jenen Erhalt des Status Quo anstreben, indem sie das Scheitern der System-Repräsentanten ins Gegenteil verkehren und sie zu Erlösern machen, das lässt sich zurzeit wunderbar beobachten.

Ob Spiegel, TAZ oder die Zeit – die Liste der Namen ließe sich noch beliebig erweitern – sie alle haben Interesse daran, das von der Bundesregierung gewobene Narrativ des äußerst gefährlichen Virus zu verbreiten, unkritisch und unaufgeklärt. Was mich daran stört, ist nicht einmal die Tatsache, dass sie das tun, denn das war von jeher die gesellschaftliche Funktion der Mainstream-Journalie, sondern der Punkt, dass viele unserer Bürger alles anstreben – außer Mündigkeit. Diese bedürfte es nämlich, um sich eine Meinung „von etwas“ überhaupt erst bilden zu können. Jedoch viele meiner Mitbürger bejubeln sich gegenseitig so sehr für ihre „stay at home“-Disziplin, dass sie ganz vergessen, den tiefgreifenden Verwerfungen auf den Grund zu gehen, welche die Krise gesellschaftlich mit sich brachte, namentlich die Verkehrung von dem, was richtig und falsch ist, was Fake oder wahr sein kann oder eben, dass nicht alles gleich eine Verschwörungstheorie ist, was nicht ganz der öffentlichen Meinung entspricht.

Die Etikette „Verschwörungstheorie“ und „Querfront“ sind ja mittlerweile  zu wahren Totschlag-Scheinargumenten von jenen Kritikern geworden, die immer dann den anders denkenden Kritikern angeheftet werden, wenn ersteren Kritikern die Argumente ausgehen – oder eben das tiefergehende Verständnis „von etwas“ fehlt. Man könnte auch sagen, das V-Wort wird angewendet, wenn die damit betitelte Personengruppe nicht verstanden wird, beziehungsweise nicht verstanden werden will, obgleich der Wissenshorizont derer, die diesen Begriff nutzen, teilweise nicht über das fraglose Rezipieren von Tagesschau-Inhalten hinausreicht.

Die Ironie: Im Prinzip lassen sich jene unkritischen Geister ja erst recht vom System instrumentalisieren, indem sie sich lediglich über die Mainstream-Medien informieren, wobei der Begriff „informieren“ für diesen Prozess der fraglosen Aufnahme propagandistischer Inhalte grundfalsch ist. Denn hätte man sich informiert, hätte man beispielsweise einen Blick in das Corona-Dashboard des Robert-Koch-Instituts geworfen, dann hätte man als mündiger Bürger wissen können, dass die Panikmache eben nur Panikmache ist. Aber jene leeren Begriffe, wie oben aufgeführt, führen nicht zu einem demokratischen Diskurs, stattdessen sind sie Multiplikatoren der gesellschaftlichen Spaltung, indem sie die Bevölkerung teilen, statt sie zu verbinden und ihr eine gemeinsame Stimme zu verleihen. Die bedürfte es so dringend, genauso wie echte Mündigkeit. Wo kommen wir hin, wenn wir die nachgewiesenen Verflechtungen der Privatwirtschaft – insbesondere eines Software-Magnaten  mit der WHO – ungefragt hinnehmen müssen, Schnellschuss-Impfprogramme als Heilsbringer preisen und den harten Einsatz von Polizisten gegen friedliche Demonstranten bejubeln? Auf keinen Fall in eine aufgeklärtere Welt, so viel ist mal sicher, in eine Welt der Repression, der überall regierenden Angst und des vorauseilenden Gehorsams schon eher, in eine faschistische Welt.  

Schlimmer noch als in der einseitigen Berichterstattung über die Demonstrationen zeigte sich die systemerhaltende Funktion der Medien in der durch sie vorangetriebenen Verleumdung von ausgewiesenen Experten, wie zum Beispiel Herrn Wodarg oder Herrn Bhakdi, die sich selbstlos ins gesellschaftspolitische Kreuzfeuer stellten, und deshalb die bösartigsten Anfeindungen ertragen mussten und müssen, statt dass sie in einen Expertenrat einbezogen worden wären, wo auch die Regierung an ihrem fundierten Wissen hätte teilhaben können. Oder ging es darum eigentlich nie? Ging es nie um ernst gemeintes erkenntnisgeleitetes Interesse an dem, was wahr und richtig ist in dieser Krise? Die Vermutung liegt leider sehr nahe. Wäre dem so, dann müsste die Bundesregierung nicht nur die durch die Folgen des Lockdowns resultierten Toten in Relation zu den „echten“ Corona-Toten setzen, was für sie ein verheerendes Resumé mit sich brächte. Sie müsste vielmehr  auch erklären, warum jene Experten von Anfang an nicht angehört und sogar als Fake-News-Verbreiter denunziert wurden.  Obendrein müsste sie sich gegenüber ihrem Volk erklären, sich äußern zu dem Sachverhalt, warum noch im Januar eine ernstzunehmende Gefahr von Corona geleugnet und Karneval in Menschenmassen gefeiert wurde, warum eine Regierung mit funktionierenden In- und Auslands-Diensten weit vor der Krise keine Erkenntnisse über die heraufziehende Gefahr hatte, wieso eine Bundesregierung eines der reichsten Industrieländer der Welt nicht über ausreichend Schutzmasken verfügte und ob Herr Drosten in irgendeiner Form finanziellen Gewinn aus seinem Handeln zieht. Aber auch ob etwaige Impfprogramme angedacht sind und so fort.   

Die Antworten auf derlei Fragen wären, so viel ist sicher, sehr erhellend und würden zweifelsohne den schamlosen Charakter einer Politiker-Kaste offenbaren, die nicht nur hilflos, sondern auch grob fahrlässig die Existenzgrundlage von zig Millionen Menschen aus einer Mischung von Un- und Halbwissen heraus aufs Spiel setzte. Das tat sie, indem sie sich voll und ganz auf die Expertise einiger weniger verließ, ungeachtet aller damit verbundenen Risiken, ohne einen sorgsamen Prozesses des Abwägens und des maßvollen Handelns. Das „Verlassen auf“ befreit sie dabei nicht von ihrer Schuld, denn sie war es letztlich, die durch propagandistische Tricks – durch z. B. die Verwendung  der Kriegsmetapher – jeder sachlichen Diskussion schon im Vorfeld die Grundlage entzog. Doch damit dürfen wir jene, die uns regieren, nicht davonkommen lassen. Was es stattdessen braucht, ist einen Untersuchungsausschuss, der etwaige Versäumnisse gnadenlos aufdeckt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht – rechtstaatlich, aber mit allen Konsequenzen und vor allem: ohne üppige Pensionen.

In einem zweiten Schritt muss schließlich auch die Systemfrage gestellt und über dessen grundlegende Neuordnung nachgedacht werden. Ich sehe hier in der Bewegung „Widerstand 2020“ erste Bestrebungen. Die Frage wird sein, wie nachhaltig diese Bewegung um Herrn Schiffmann sein wird und ob sie sich aufgrund innerparteilicher Querelen nicht selbst zerfleischt. Ein erster Impuls ist sie allemal – denn immerhin wurde sie schon in ihren Kindertagen zur Projektionsfläche von medialer Häme. Vielleicht ist ja genau die Entrüstung des Mainstreams der einzige Qualitätsgarant, den wir noch haben, sozusagen als Lackmustest für eine letzte noch vorhandene unabhängige politische Willensbildung.     

Fest seht: Wer jedem gleich einen Aluhut aufsetzt, ohne die Quellen seines Gegenübers zu recherchieren, der läuft eben Gefahr, mit einem Brett vorm Kopf zu Grunde zu gehen. Denn das Argument „Der ist ein Aluhut“ selbst ist der Feind des demokratischen Diskurses und letztlich auch nur ein weiteres  Machtinstrument im Arsenal der herrschenden Klasse. Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen?

Scheinbar vieles, denn viele von denen, die jeden Demonstranten als „Schwurbler“ abtun, haben sich selbst wahrscheinlich oftmals nicht mit Quellen befasst, stattdessen vertrauen sie auf die willfährigen Worte einer Gundula Gause oder eines Claus Kleber – das ist wahrscheinlich noch ein Relikt aus jenen Zeiten, in denen die Nachrichten der „Opener“ für einen gelungenen Fernseh-Abend mit Wim Thoelke waren. Aber das ist lange her.

Der Prozess der Meinungsbildung ist ein vielschichtiger und vor allem mühseliger. Wer glaubt, diesen alleine mit dem Lesen der Tageszeitung oder dem Anschauen der TV-Nachrichten „im Zweiten“ bewältigen zu können, der liegt damit genauso so falsch wie jener, der auf Youtube nach den abgefahrensten Erklärungsmodellen für die Existenz von Außerirdischen sucht. Es sind nämlich nicht die Extreme, sondern die Nuancen, die eine Demokratie vielfältig und die Extreme in ihr ertragbar machen. Genau darum geht es: Um das Zulassen von Nuancen in einer Gesellschaft, die sich durch mannigfache Kapital-Verflechtungen von den Werten Nähe, Natur und Menschlichkeit entfernt hat. Ja, es geht hier um die Deutungshoheit – um die Deutung dessen, was gerade geschieht und darum, daraus einen direkiven Paradigmen-Wechsel herbeizuführen, auf direkt-demokratischer Basis. Dabei geht es nicht mal so sehr um Fakten – sondern um eine Idee dessen, was unsere Gesellschaft wirklich braucht, was sie emotional weiterbringt – auf allen Ebenen.

Früher nannte man das Bauchgefühl, auf das man auch heute noch vertrauen sollte, da es uns nämlich, einer inneren moralischen Instanz gleich, Antworten auf so viele Fragen gibt. Fragen wie: Fühlt es sich gut und richtig an, wenn Polizisten schlagen? Fühlt es sich für sie gut an, schlagen zu müssen? Fühlt es sich richtig und wahrhaftig an, dass Menschen, die sich einsetzen, stigmatisiert werden? Haben wir eigentlich mal darüber nachgedacht, dass es nicht nur uns auf der Erde gibt, dass nicht alles von dem Wort mit „c“ bestimmt wird, sondern auch um tausende hungernde Kinder geht, die täglich jämmerlich sterben, während wir zu einer „alten Normalität“ zurückwollen, die auf Ausbeutung und gesellschaftlicher Ungleichheit beruht?

Zurück wollen zu einer Normalität, die den Tod von Menschen gnadenlos hinnimmt, wenn es zum Beispiel um Rüstungsexporte geht. Auch dafür gibt es Statistiken, aber keine tägliche Pressekonferenz. Eine menschlichere Gesellschaft, das ist es, was wir brauchen, einen Abschied vom wahnsinnigen Glaube ans ewige Wachstum. Genau dafür könnte aus dieser Krise eine echte Chance erwachsen.

Corona-Statement

Wo ist sie, die APO, die für ihre Rechte kämpft? Genießt sie vielleicht lieber die Vorzüge ihres Netflix-Abos, als auf die Straße zu gehen?

Es ist dieser Tage frappierend, wie absolut ein Virus in der gesellschaftlichen Wahrnehmung geworden ist. Das kann man schon an einem klitzekleinen Post sehen, den wir heute Morgen veröffentlicht haben und dessen Tenor in etwa so lautet: „Mundschutz gegen Ende einer sogenannten Pandemie zu verteilen, ist so, als würde man sich erst bei der Kindtaufe ein Kondom überziehen.“ So weit, so gut. Nun sollte man hoffentlich nicht erst seit Tucholsky wissen, dass Satire alles darf und dass, mehr oder minder, immer auch ein Fünkchen Wahrheit in den mit ihr kommunizierten Aussagen steckt. Aber die gesellschaftliche „Wahrheit“, und das macht mich rasend, wird momentan in ganz Deutschland terminiert von drei Multiplikatoren, die gebetsmühlenartig ihre Reden vom Vortrag wiederholen: der Physikerin Frau Merkel, dem Tierarzt Herrn Wieler und dem Virologen Herrn Drosten. Und genau das Absolute der von diesen drei Herrschaften propagierten Meinungsmache, die für sich selbst die Deutungshoheit beanspruchen und jegliche divergente Meinung als „Verschwörungstheorie“ und „Alu-Hut-Geplappere“ deklarieren, stört mich ungemein. Denn nur dort, wo gesellschaftlicher Dissens ermöglicht wird, ist auch demokratischer Diskurs realisierbar, definiert sich dieser doch schließlich über den Dreischritt „These, Antithese, Synthese“. Eben selbiger ist Indikator für jeglichen Fortschritt, der immer auch gekennzeichnet ist durch das Hinterfragen bestehender Sturkturen und dem damit verbundenen Prozess der Verifikation bzw. der Falsifikation. Das Infragestellen selbst ist die Grundbedingung für jegliche strukturelle Weiterentwicklung. Davon konnten schon einige große Geister dieser Welt ein Liedchen singen, angefangen bei Galileo Galilei bis hin zu Albert Einstein, Sophie Scholl und Che Guevara. Sie alle kratzten am Bestehenden, gingen den Dingen in ihrer charakteristischen Art und Weise auf den Grund und entblößten den „Kern der Dinge“, indem sie deren Patina mit vollem Einsatz und einem ungebremsten Idealismus entfernten.

Doch dieses Infragestellen von Bestehendem ist momentan einer Rhetorik der Panikmache und einem Verharren in der Privatheit gewichen, die sich statt auf Fakten auf eben die Aussagen des oben genannten Dreigestirns bezieht. Umso tragischer ist die zurzeit vollzogene Gegenaufklärung insofern, als dass durch sie integre Forscher und Wissenschaftler systematisch diffamiert und verleumdet werden, unter ihnen beispielsweise Wolfgang Wodarg, Sucharit Bhakdi und Bodo Schiffmann – allesamt medizinische Experten auf ihrem Gebiet, allesamt erfahren und durchaus keine linken, respektive: rechten Spinner, doch allesamt ist ihnen eines gemein: Sie weichen von der Meinung des Mainstreams ab und machen sich damit „verdächtig“, oder eben lassen das von der Regierung vertretene Narrativ als unwahr oder zumindest diskutabel erscheinen.

Und statt sich mit den in den zahlreichen Videos und Artikeln genannten Fakten ernsthaft zu befassen, beschimpft man diese mutigen Menschen, die sich bereitwillig in die Öffentlichkeit wagen, immer unter der Gefahr, von der Meute gelünscht zu werden, ganz nach dem Motto „Hängt sie, die Ketzer.“ All das bereitet mir allergrößte Bedenken, weil eben die, die da schreien, eben nur aus Angst handeln, entsprechend dem Narrativ, ohne sich die Mühe zu machen, sich mit Fakten zu befassen. Das würde Zeit und Mühe kosten. Aber das und nur das macht doch erst echte Mündigkeit aus, nicht wahr? Wo seid ihr, mündige Menschen?

Und bei aller Vorsicht gegenüber Corona, dessen Gefährlichkeit ich ausdrücklich nicht leugne, verurteile ich die durchgeführten Maßnahmen innerhalb des Logdowns aufs Schärfste. Denn es gibt sie: Die Studien, die belegen, dass dieser Logdown unsinnig war und die Beweise dafür, dass der viel beachtete „R-Wert“ schon vor dem Logdown – vor dem Logdown ! – unter 1 lag. Diese Studien werden nämlich von jenen Experten weiter oben regelmäßig zitiert – nur gehört werden sie nicht und man mag sich schon die Frage stellen, warum dem so ist. Die Rate des Neuansteckungen tendiert (laut RKI-Statistik) in Deutschland gen 0, schauen Sie es sich an!

Die breite Masse unterwirft sich stattdessen dem Diktat des „Wir bleiben zu Hause“, ohne kritisch zu hinterfragen und Fakten auch wirklich mal gelten zu lassen. Stattdessen wird sich artig bei den Gemeinden für die erhaltenen Mundschutze bedankt, während man das Gegenüber beim Bäcker mit Argwohn beäugt. Wo leben wir hier eigentlich? Noch einmal für Sie zum Mitschreiben: Der R-Wert lag schon vor dem Logdown unter 1. Aber mit dieser faktischen Aussage begebe ich mich schon quasi auf meinen persönlichen Scheiterhaufen und laufe Gefahr, als Ketzer verschrien zu werden. Denn viele Menschen sind derzeit gefangen in einer wahnhaften Angst, die medial geschürt wird und resistent macht für Fakten, dafür offen für suppressive Machtformen und faschistische Strukturen. „Wir bleiben zu Hause“, höre ich da allzu oft von Menschen, die es sich das „leisten“ können bzw. wo das überhaupt möglich ist. Welche Doppelmoral, denn die Verkäuferin kann das nicht, der selbstständige Klempner kann das nicht, die Krankenschwester und der Busfahrer können das nicht. Corona ist also auch eine Klassenfrage.

Wo bitteschön ist denn hier die Solidarität und das von Stars und Sternchen beschworene Gemeinschaftsgefühl für diese Menschen, ihr Heuchler, die ihr euch abends eure Wohlstandsbäuche mit Chips aus dem Supermarkt füllt? Und damit meine ich nicht die Pseudo-Solidarität diesen wichtigen Berufsgruppen gegenüber, dieses beschämende „Ach, seid ihr toll.“, sondern sofortige finanzielle Unterstützung und eine Risikozulage. Aber okay unsere Gesellschaft war noch nie solidarisch.

Obendrein: Vom Politischen mancher Stammtischreden-Schwinger ist in jenen Zeiten hinterm Mundschutz sprichwörtlich nur heiße Luft übrig geblieben, das enttäuscht mich wirklich sehr. Erst kürzlich erzählte mir ein Freund ganz stoisch und ohne einen Anflug von Empörung, für ihn habe sich nichts geändert. Achso. Na dann, gärt weiter in eurem Hedonismus und eurer Trägheit.

Fakt ist: Das Ich-bezogene Verhalten vieler Menschen, das hier unter dem Deckmantel des „Wir schützen andere“ propagiert wird, ist eine Sache. Politisch für Freiheitsrechte zu kämpfen ist eine ganz andere. Wo ist sie hin, eure Mündigkeit? Gab es die überhaupt jemals? Wer jetzt alles klaglos hinnimmt, wer nicht aufbegehrt und versteht, dass es hier nicht nur um ein durchaus vorhandenes Virus, sondern um die Durchsetzung von Interessen geht, die mit dem vermeintlichen Gesundheitsschutz nichts, aber auch gar nichts zu tun haben, der hat nichts, aber auch gar nichts verstanden. Wacht endlich auf aus eurer sinnlosen Angst, die eure Kräfte lähmt. Glaubt ihr wirklich einem Claus Kleber, der von der Atlantikbrücke querfinanziert wird, glaubt Ihr wirklich den Repräsentanten des Kapitals, die sich Politiker schimpfen? Wollt ihr wirklich euren Kindern erzählen, dass drei „Experten“ für die Lahmlegung von ganz Deutschland verantwortlich waren und niemand etwas dagegen tat? Experten gab es auch früher schon mal. Medizinische Experten, die die Rassenlehre vertraten, Richter, die Todesurteile über Unschuldige verhängten – alles Experten – ihre Motive waren dennoch unmenschlich und falsch! Ich frage mich, wann die Mehrheit von uns das versteht und was noch passieren muss, damit sie aus dieser selbstverschuldeten Unmündigkeit erwacht.Kant würde sich im Grabe umdrehen. Wieso legt ihr nicht Wert auf solche Feinheiten wie jene, ob ein Mensch „von“ oder „mit“ Corona verstorben ist (das RKI unterscheidet hier nicht!), wieso glaubt ihr Bill Gates, den einige afrikanische Länder nach seinen vor Nebenwirkungen strotzenden Impfprogrammen in hohem Bogen rauswarfen und der nachweislich Herrn Drosten finanziert? Wisst ihr nicht? Dann lest es nach! Und wenn Ihr schon dabei seid, dann lest noch was über ID 2020 und über die Finanzierung der WHO. Macht das, bevor ihr euch über einen satirischen Post echauffiert oder später, nach Corona, wieder große Reden schwingt.

Aber sie ist ja schön bequem, die Unmündigkeit, nicht wahr? Wie oft werde ich beispielsweise gefragt nach Quellen: Quellen gibt es genug, aber selbst lesen und sich diese Quellen erschließen, das will kaum einer. Wie faul wir geworden sind. Wie wenig uns die Freiheit am Herzen liegt. Es ist zum Verzweifeln. Wacht endlich auf und flüchtet euch nicht in die „neue Privatheit“, sondern zeigt Flagge: für eine gerechtere, offene Gesellschaft, die sich nicht für dumm verkaufen lässt, für ein Land, in dem auch noch eure Kinder in Freiheit leben können, für eine Welt, in der nicht ehemalige Software-Gurus über gesund und ungesund bestimmen und beweist euren Kindern, dass Ihr den Mut dafür habt.

Generationen vor uns haben für unsere heutigen Rechte gestritten, sind dafür gestorben – all das soll jetzt ungültig sein? All jene „Standards“, sollen aufgeweicht werden? Abschaffung der Versammlungsfreiheit, sinnlose Schikane der Polizei gegen friedliche Demonstranten, Überwachung durch Drohnen, Corona-App. Denkt Ihr wirklich, es wird wieder so wie früher sein, so unbeschwert, so fröhlich? Ich würde es mir wünschen, aber ich befürchte, es wird eher das Gegenteil eintreten. Wacht auf und kämpft für eure Freiheit, gründet eine Partei wie Dr. Bodo Schiffmann, tretet in seine ein, lest, bildet euch im wahrsten Sinne eine Meinung. Aber seid nicht bequem, sondern unbequem. Und macht aus dieser Krise eure persönliche Chance zur Überwindung eines korrupten Systems, das von innen faul ist. Überwindet dabei sinnlose Schablonen wie „rechts“ oder „links“, entdeckt das, was euch eint und arbeitet euch nicht an Nuancen ab. Das internationale Finanzkapital, das euch später sagen will, dass ihr einen Impfausweis braucht, um von A nach B zu reisen, hat nämlich keine Nationalität.

Wenn Sie wissen wollen, wohin es mit der Meinungsfreiheit in Deutschland in Zeiten von Corona gekommen ist, posten Sie zum Beispiel doch auch mal was (Fundiertes) Kritisches. Dann werden Sie erleben können, wohin uns Corona gebracht hat, spätestens dann, wenn Sie als Friedensaktivist zum rechten Populist, Aluhutträger oder Querfrontler stigmatisiert werden. Ja ist denn heute schon Faschismus? Scheint so.

Macht kaputt, was euch kaputt macht. Das Motto der Scherben war nie aktueller als heute. Das seid ihr euch und allen späteren Generationen schuldig.