Das Internet, kein freier Raum!

Betrachten wir die Struktur der digitalisierten Arbeitswelt, so wird offenkundig, dass mit der Aufteilung des kommerziellen Internets quasi imperialistische Züge einhergehen. Nur jenen Unternehmen, die über entsprechende finanzielle Mittel verfügen, wird somit ein Machtpotential zugebilligt, das eine Gewinnmaximierung im Sinne der kapitalistischen Doktrin überhaupt in nennenswertem Maße erlaubt. Nun mag man mir vorwerfen, dass es eben einer solchen betriebswirtschaftlichen Budgetierung auch in der realen Wirtschaftswelt bedarf. Das ist richtig und falsch gleichzeitig. Denn wenn auch in der analogen Wirtschaftswelt eine monetäre Durchschlagskraft über gute Start- und Entwicklungspotentiale einer Unternehmung entscheiden, so bilden sich, von Standortpotentialen und Zielgruppenakkumulationen bestimmt, immerhin ein unternehmerischer Mittelstand heraus.

Entscheidend für die Dienstleistungen der digitalen Welt ist im Unterschied dazu von Anfang bis Ende ein ideales Budget zur Positionierung der Dienstleistung selbst. Über Positionierung und Ranking entscheidet allerdings nicht der Markt, und mit ihm die entsprechende Nachfrage, sondern ein ganzes Netzwerk privater Marketing-Multiplikatoren namens Google, Facebook und Co. Wenn wir also den Status quo des Internets beschreiben wollten, so kämen wir keinesfalls umhin, diesen als monopolistischen Kapitalismus in seiner absoluten Reinkultur zu benennen, dessen primäres Ziel die Optimierung einer Position zum „Gefunden werden“ ist. Gefunden zu werden, nachdem der potentielle Käufer seine Anfrage eingetippt und schließlich mittels Return durch den digitalen Äther gejagt hat, wird zur einzig wahren Doktrin der postkapitalistischen Gesellschaft erhoben.

Denn das „Gefunden werden“ wird zum zentralen Moment in einem tendenziell gesättigten Markt, in dem Aufmerksamkeit erkauft und Kundenengagement teuer bezahlt werden muss. Monetarisierung heißt hier das Zauberwort, also die Kapitalisierung einer eigentlich artifiziell kreierten Dienstleistung, die sich vom Wunsch des Kunden nährt, Kapital zu erwirtschaften und Gewinn zu machen.

Gleichzeitig hat sich neben der Bespielung der Marketing-Kanäle auch die Struktur der digitalen Dienstleistung geändert. Denn schaut man sich die Internet-Giganten an, so fällt eines auf: Sie produzieren nichts, sie profitieren nur von dem, was bereits produziert wurde. Ob Facebook, Google oder Uber, ob Expedia oder Partnersuche: Allesamt sind es Plattformen, die eine vermittelnde Rolle zwischen digitaler und analoger Welt einnehmen und dabei für ihren Erfolg nichts weiter tun, als lediglich die Technologie, die es dafür braucht, zur Verfügung zu stellen. Ja, auch dafür braucht es helle Köpfe. Doch wo Tecc-Know-how einzig zur Verfeinerung eines Algorithmus benötigt wird, besteht doch die Gefahr, dass das Produkt, das vermittelt wird, an Bedeutung verliert, eben weil jene, die es verkaufen, keinen Bezug zu ihm haben.

Ergo: Das Internet ist längst ein zutiefst hierarchisch strukturierter Raum. Auch wenn die liberalen Freiheitsfantasien der Piraten Partei uns einst etwas anderes glauben machen wollten, so müssen wir erkennen, dass, neben all seinen Vorteilen, seine Nachteile in einer radikalen Monopolisierung liegen. Nur derjenige hat Bestand, der sich dem digitalen Marktradikalismus beugt, der seine Website ständig optimiert, seine Budgets in Echtzeit anpasst und sich gegenüber seinem Mitbewerber dennoch den einen USP bewahrt, der sein Unternehmen einzigartig macht.

Diejenigen, die von der Entfremdung vom Endprodukt profitieren, sind abstrakte Plattform-Giganten, denen an einem gesunden Mittelstand so viel liegt wie am Sack Reis, der in China umfällt.

Generation „Happy!“

Nein, ich will nicht in den verklärenden Sumpf des „Die Jugend von heute“ abtauchen. Auch liegt es mir fern, diese Jugend von heute einer generellen Kritik zu unterziehen. Denn wenn ich mir die Generation zwischen fünfzehn und zwanzig betrachte, so sehe ich größtenteils aufgeklärte Menschen. Nun schwingt wohl schon in diesem Satz ein kleines „aber“ mit. Denn was mir an eben dieser Peer Group, an dieser Generation der Alles-Könner und Alles-Erreicher auffällt, ist ein partieller Verlust von Kritikfähigkeit. Wie schon der Existenzphilosoph Martin Buber feststelle, ist ja alles Leben Begegnung. Und jene jungen Leuten, denen ich begegne, fällt es zunehmend schwer, mit ernstgemeinter, sogenannter konstruktiver Kritik umzugehen. Richtig: Sie stellen Fragen: Warum ist das so und so? Warum verhält sich das nicht anders? Doch die Motivation für diese Fragen speist sich weit weniger aus einer Kritik am Sachverhalt oder an dessen normativen Beschränkungen als aus einer Bewältigungsstrategie für die subjektiv erfahrene Kränkung. Diese zu erfahren und dazu noch mit ihr umzugehen, fällt jungen Menschen zunehmend schwer. Nun sind die Gründe dafür weit komplizierter auszumachen als die Phänomene, die jene nach sich ziehen.

Eine Ursache sehe ich persönlich in der Interaktion zwischen Erzieher und Zögling, in deren Setting versucht wird, das System von Allzeit-Belohnung zu etablieren, und jenes der Sanktionierung zu vermeiden. Dazu kommt ein fehlgeleiteter Diskurs in der Interaktion zwischen Eltern und Kind, in dessen Rahmen alles und jedes ausdiskutiert wird, bei gleichzeitiger immanenter empathischer Anteilnahme seitens der Erziehungsberechtigten. Es scheint, als habe die Generation der heute Mitvierziger all jene Kränkungen, welche ihnen Ihre Eltern angedeihen ließen, in einem weichgespülten Erziehungs-Protektorat kompensiert. Gleichzeitig sind es jene Mitvierziger, die als Kind meist in materiellem Überfluss lebten, keinen Krieg und Hunger oder sonstige existentielle Nöte kannten und somit weitestgehend systemkonform daherkommen. Wer nun aber als Kind den Konformismus der Welt sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hat, der gibt jenen auch an seine Kinder weiter. So kommt es, dass wir in Zeiten leben, in denen die radikale Privatheit, der Hedonismus des einzelnen, zur Religion erhoben wird, was in einem blinden Konsumismus gipfelt. Dieser bezieht sich auf alle gesellschaftlichen Bereiche, alles wird konsumierbar, aufkündbar, sobald es kein individuelles Glücksmoment mehr verschafft, angefangen bei Beziehungen bis hin zu ArbeitsverhältnissenDas Konzept des unverbindlichen Glücks unerbittlich und um jeden Preis zu verfolgen, ist somit das ureigenste Ziele der jungen Leute. Dabei erliegen sie dem Irrglauben, sie hätten dieses Glück verdient, nur um ihrer selbst willen. Der Glücksoverkill soll dabei am besten 24 Stunden am Tag dauern.

Beziehung soll glücklich machen. Arbeit soll glücklich machen. Konsum soll glücklich machen. Und man mag schon fragen, welche Leere durch die Glücklich-Seins-Inflation überwunden werden muss, nur um sich der illusorischen Allmachtsphantasie des „What you see is what you get“ hinzugeben.

Vorbei die Zeiten, in denen die Stones feststellten, that „you cant’t always get what you want„. Unsere Kinder wissen, dass sie alles kriegen können, mehr noch: dass sie alles kriegen werden, dank der Hochglanz-Verheißungen im Prime-Time-TV, dank Sozialer Medien, die eigentlich unsozial sind, dank einer Pseudo-Realität und dem Faschismus der Verblendung.

So wird, ganz wie bei Instagram, für jeden Bedarf der passende Filter auf das Leben gelegt, mit dem Ziel, möglichst gut dabei auszusehen. Hauptsache glücklich.

Problematisch wird das Konzept des individuellen Glücks, das im quasi-uterinen Schutzraum des Elternhauses wurzelt, wenn es auf Gemeinschaft trifft. Denn dort entstehen, gerade in funktionellen Gruppen, Prozesse des Erleidens (Alfred Schütze et. al.), wenn es um Restrinktionen und um Empathie dem anderen gegenüber geht. Diese Prozesse werden umso mehr als zerstörerisch erlebt, als dass eine adäquate Strategie für sie nie gelernt und eingeübt werden konnte. Innerpsychisch bietet jener Sturz in eine Krise hinein genügend Nährboden für neurotische Konfliktverarbeitungen (Mentzos et. al.), die im Spannungsfeld zwischen egozentrischer Kindeswahrnehmung und gesellschaftlich erwarteten Normen zu finden sind.

Es bedarf der sprichwörtlichen Enttäuschung, um aus einem „Ich bin der Mittelpunkt der Welt“ ein „Wir“ werden zu lassen, das in der Lage ist, hinter die Fassade der mittels Kleinkrediten finanzierten Bling-Bling-Welt zu blicken und die Realität anzuerkennen. Nur auf diese Weise, durch eine sukzessive Sensibilisierung durch die Sozialisationsinstanzen, kann m. E. ein emanzipatorisches Potential entfaltet werden. Dazu gehören Lob, Empathie, aber auch das Aufzeigen und die Akzeptanz der eigenen Grenzen.

Wer echte Mündigkeit will, muss erkennen, dass Glück nicht für alle und jeden zu jeder Zeit zu haben ist. Es ist brüchig, näher als wir ahnen und weiter weg als wir wollen. Wer ihm um jeden Preis nachjagt, der wird es kaum bekommen, wer es sucht, wird es nicht finden. Und wer es als Selbstverständlichkeit betrachtet, wird erkennen, dass es alles andere als das ist!

Arbeitskampf ja, aber …

Seit Anfang Januar gehen sie wieder auf die Straße, um ihrem Unmut mittels Warnstreiks Luft zu machen: 376.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie fordern satte 6 Prozent mehr Lohn. Daneben wird eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 28 Wochenstunden angestrebt. Klar: Will man doch von den Exportüberschüssen der Exportmacht Deutschland profitieren, warum auch nicht. Dennoch zeigt die Tarifrunde der Metaller im Poker um mehr Lohn und Freizeit, dass sich innerhalb der Gewerkschaftslandschaft in Deutschland ein ungleiches Gefälle zwischen mächtigen und weniger mächtigen Arbeitnehmer-Interessenverbänden aufgetan hat. Während exportorientierte Industriezweige in regelmäßigen Abständen durch „ihre“ Gewerkschaften der Rücken gestärkt wird, liegen andere Bereich, beispielsweise der Einzelhandel oder gar die Sicherheitsbranche, weitestgehend Brach. Sie haben das monetäre Nachsehen, gehen mit deutlich weniger Erfolg aus Tarifverhandlungen heraus, ganz im Gegensatz zu den Metallern, die sich quasi alle Jahre wieder mit Pauken und Trompeten über einen netten Mehrverdienst freuen dürfen. Ja, sie hat sich also auch in der Arbeitswelt niedergeschlagen, die Klassengesellschaft, in der jene profitieren, die durch ordentliche Arbeitsverträge sicher im Arbeitssattel sitzen, während jene, die sich von Vertragsverlängerung zu Vertragsverlängerung hangeln und in alltäglicher Unsicherheit schweben, sich das nicht leisten können. Sie zählen zum Arbeiter-Prekariat, sind die Paria der Arbeitsgesellschaft, und erhalten statt Gewerkschafts-Engagement Flächentarifverträge, die gerade mal ein paar Euro über dem Mindestlohn liegen.

Soviel Ungleichheit produziert nicht nur Wut, sondern ernstzunehmende Krankheiten, ganz zu schweigen von der sozialen Stigmatisierung, der eben diese Arbeiter durch mangelnde Freizeit, wechselnde Einsatzorte und Schichtdienst, der im Sicherheitsdienst übrigens pro Schicht meist zwölf Stunden dauert, ausgesetzt sind. Da ich kein Jurist bin, kann und möchte ich nicht auf die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehen, aber wäre es nicht sinnvoll, beim Arbeitskampf gemeinsam an einem Strang zu ziehen? Ich meine nach dem Motto „Einer für alle und alle für einen“. Sehen wir uns doch nur mal die Vielzahl der Gewerkschaften an. Sollten wir nicht unsere Kräfte bündeln und die heterogene Landschaft der Interessenverbände durch ein wirklich tragfähiges Konzept einer starken Branchen-übergreifenden Arbeitnehmer-Vertretung ersetzen, damit vom gesellschaftlichen Wohlstand wirklich alle Branchen profitieren. Letztendlich kann m. E. nur auf diese Weise in Detailfragen, beispielsweise bei der Anhebung des Mindestlohns und der Entmachtung der Zeitarbeitsfirmen, vorangetrieben werden. Zusätzlich müssen wir uns darüber Gedanken machen, wie das neue Arbeitswelt-System im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung aussehen muss, denn entgegen aller anderen Stimmen, werden diese Phänomene Millionen Menschen arbeitslos machen. Wer nun denkt, dass die Politik, die ja selbst der verlängerte Arm der Finanz-Eliten ist, auf diese drängenden Fragen Antworten findet oder gar langfristige Konzepte entwickelt, der irrt sich gewaltig. Denn wo Arbeitskraft freigesetzt wird, wird günstiger produziert. Sprich: Die gegenwärtige Entwicklung spielt dem System also in die Hände und seine Eliten werden alles tun, um den Status Quo zu bewahren.

Was bleibt also zu tun? Lasst euch als Arbeiterschaft nicht entsolidarisieren, sondern tretet als großes Ganzes auf. Darin liegt eure Macht begründet. Die Gesellschaft befindet sich im Umbruch und ihr könnt daran Teil haben, mitbestimmen und es erneuern, getreu dem Marxschen Credo: Proletarier alle Länder vereinigt euch!

Denn sie wissen nicht, was sie konsumieren

Streben wir nicht alle danach: Nach der maximalen Autonomie, dem Erwachen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit? Nachdem wir uns dann im übertragenen Sinne von  selbiger befreit haben, fällt es uns mehr oder weniger schwer, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, mit der wir unvermittelt konfrontiert werden. Denn nicht nur die Wahrheit zu erfahren, sondern auch sie zu ertragen ist meist mit einem schmerzvollen Prozess der Erkenntnis verknüpft wie schon das Höhlengleichnis von Platon zeigte.

Man muss sich eben doch mit Inhalten auseinandersetzen, muss Quellen finden und sich diese dann sogar erarbeiten, sie filtern, einordnen und ein sorgfältiges Resumé ziehen. Das alles ist für den klassischen Nine-to-five-Worker wirklich nicht einfach, bedarf der Eigeninitiative und braucht Zeit. Doch ohne diesen persönlichen Ehrgeiz, ohne dieses Dran-bleiben-wollen-um jeden-Preis, verschwimmen mediale Inhalte schnell zu einem zähen Einheitspreis, der sich nur mittels künstlicher Aromen à la Claus Kleber und Gundula Gause herunterschlucken lässt. Das Problem dieser künstlichen Aromen liegt allerdings in deren doppelter Wirkung: Einerseits verlangt der Körper schnell mehr davon, wenn er sich erst einmal an sie gewöhnt hat, andererseits sind sie eben künstlich und daher nicht gerade vitalisierend, quasi verClebernd.

Was es also braucht, ist das, was Hegel im Vorwort zu seiner „Phänomenologie des Geistes“ die „Anstrengung des Begriffs“ nannte. Allein, viele haben die Muße dafür nicht.

So rennen sie dahin und bescheren der Springer-Presse satte Gewinne, saugen die von den Media-Agenturen und Think-Tanks arrangierten Pressemeldungen auf, die an Gehalt so viel aufweisen wie ein Fruchtwerg an Vitaminen. Mir fällt bei so viel Unmündigkeit  unweigerlich ein Dean’sches Filmzitat ein: „Denn sie wissen nicht, was sie tun“. Dabei ist diese Unmündigkeit des Einzelnen, sein völliges Aufgehen in seiner eigenen Privatheit, sein selbstverliebter Hedonismus, der sich mit dem „Schaut-mal-wie-gut es-mir-geht-Post“ auf Facebook zufrieden gibt und keine Eintrittskarte für die Vorstellungen auf der weltpolitischen Bühne haben will, ja gewollt.

Denn immerhin entscheidet ja Bildung, respektive: Bildungsferne, darüber, ob man sich zur privilegierten Schicht der Eliten zählen kann oder eben nicht. Das Dilemma, indem sich ein Großteil der sogenannten Bürger befinden, ist jedoch, dass sie nicht mal wissen, dass sie mit System für dumm verkauft und alle Tage wieder mit Propaganda zugemüllt werden. Der mediale Overkill macht auch längst vor Kindern nicht halt. Wo Systemkonformismus und Ich-Bezogenheit als neue Formen von Freiheit erlebt werden, dort tritt anstelle von rationaler Kritik tendenziöser Konsumismus.

Und so setzen jene, die nicht wissen sollen, Bildung mit der BILD-Zeitung, ProSiebens „Galileo“ mit einem Wissenschaftsmagazin und die heute-Themen mit einer seriösen Nachrichtensendung gleich, ohne sich jemals aus ihrer persönlichen kleinen Welt, aus ihrer Komfort-Zone, herausbegeben zu haben. Vielleicht ist es ja menschlich, sich seinen eigenen Mikrokosmos aufzubauen, sich mit Plattitüden zu begnügen und sich auf den nächsten Pauschalurlaub zu freuen. Und ja: Glücksmomente sind wichtig – um zu erleben, dass das Leben schön ist. Doch ein bisschen Hedonismus schließt die Auseinandersetzung mit dem großen Ganzen keineswegs aus. Echte Mündigkeit hat etwas von der Schulpflicht, die uns keine große Freude bereitete, uns aber ins Erwachsensein begleitet und im Idealfall auf eigene Füße gestellt hat.

Während uns jedoch die Schule „zum System hin“ sozialisierte, gilt es nun, durch alternative Medien eine Sicht „auf das System“ zu erhalten. Das Gute: Ganz so schwer ist das am Ende des Tages nicht – denn entsprechende Youtube-Formate, Facebook etc. servieren echte Inhalte quasi sekündlich und „just in time“. Das Wissen ist nur einen Mausklick entfernt.

Sondieren geht übers Regieren

Die Ergebnisse des „Sondierungs-Marathons“ von CDU und SPD machen deutlich: Jene, die sich anschicken, die Bundesrepublik Deutschland in Zukunft zu regieren, sind nicht nur plan-, sondern auch völlig visionslos. Dabei geht es keineswegs um die wahnhaften Visionen, auf die sich Helmut Schmidt bezog, als er einst meinte, der, der Visionen habe, solle zum Arzt gehen. Vielmehr geht es um ein Konzept, das die gesellschaftlichen Veränderungen ernstnähme – und zwar mit allem, was dazugehört. Digitalisierung, Automatisierung, Klimawandel, Entschärfung der Agenda 2010 und Nato-Austritt: All das wären Eckpfeiler einer solchen Agenda gewesen, wenn da eben nicht jene Engstirnigkeit, Egomanie und Machtversessenheit der Industrie-Sprecher wären, die sich als Politiker bezeichnen.

Statt des großen gesellschaftlichen Ganzen ging es, wie sollte es auch anders sein, wieder mal um ein machtpolitisches Klein-Klein, um ein Weiter-so, nur eben mit einer größeren Mannschaft. Allein die Spielführer haben sich nicht geändert: Während Merkel und Seehofer sich weigern, den Ball abzugeben, begnügt sich die SPD mit ihrer Rolle als Auswechsel-Crew auf der Ersatzbank – inklusive Gejammer und Leidensmiene. Die Sozis führen die Sozialdemokratie damit endgültig in eine neoliberale Abseitsfalle, fernab von sozialer Gerechtigkeit und dem, was die Sozialdemokratie so stark gemacht hat. Daran haben auch die Sondierungsgespräche nichts geändert, denn summa summarum konnte die CDU all ihre Vorhaben durchsetzen, die da lauten: Spitzensteuersatz einfrieren, de facto Obergrenze einführen, Bürgerversicherung verhindern und die Erreichung der Klimaziele bis 2020 aufweichen.

Auch kleinere Augenwischereien – wie die Einführung der Grundrente (von der niemand leben kann), der halbseidene Erhalt des Rentenniveaus bis 2025 und die Abschaffung des Soli – vermögen am neoliberalen Kurs nichts zu ändern und sind die sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein, die schneller verdampfen werden als Martin Schulz „GroKo“ sagen kann.

Neben allem innenpolitischen Geplänkel benötigte es dringend außenpolitischen Weitblick. Denn in einer Welt, in der die Krisenherde täglich mehr befeuert werden und sich Deutschland alleine schon aufgrund seiner geostrategischen Lage im permanenten Spannungsfeld zwischen einer hegemonialen Weltmacht – namentlich den USA – und einem krisengeschüttelten Nahen Osten befindet, würde ein klares Bekenntnis zur Abrüstung und der damit verbundenen Annäherung an Russland Not tun.  Doch auch davon ist auf den 28 Seiten Sondierungs-Gequassel nichts zu finden.

Man wird den Verdacht nicht los, dass es bei dem, was dem „Volk“ als hart erkämpfte Ergebnisse verkauft wird, um Mechanismen der Machtsicherung geht und nichts weiter. Würde ein Arbeitnehmer so arbeiten, sich so viel Zeit lassen und bei seinem Chef schließlich mit so wenig Inhalt dastehen, flatterte ihm wohl unweigerlich eine Abmahnung ins Haus, während die Herren und Damen der zukünftigen Bundesregierung sich noch immer über satte Diätenerhöhungen freuen dürfen.

Was bleibt also, außer einem enttäuschten Blick in die Zukunft? Die Erkenntnis, dass das parlamentarische System, so wie wir es kennen, versagt hat. Solange sich Eliten mit aller Macht und mit den abenteuerlichsten Farbkombinationen Mehrheiten sichern können, solange wird der Wählerwille weder respektiert, noch ernstgenommen werden. Das wird sich auch in den nächsten vier Jahren nicht ändern – leider.

Foto: spiegel.de

Gesellschaftstheoretische Überlegungen zur neuen Linken und zur Friedensbewegung im Kontext einer medialen Emanzipation

Ausgangslage
Das Problem der neuen Linken, damit meine ich die linkstheoretische sowie linkspraktische Konzeption und Programmatik der letzten Jahre, wurzelt keineswegs in mangelnden Inhalten. Vielmehr werden diese ja hervorragend aufgearbeitet, teilweise durch unabhängige Kommunikations-Plattformen, teilweise durch engagierte  Wissenschaftler, wie Chomsky, Ganser et. al. Dabei bietet gerade das Internet als Mittel der Multiplikation sowie Distribution enorme Chancen, wenngleich auch Risiken. Chancen bestehen a priori in einem freien Meinungsaustausch, gleichwohl auch in einem emanzipatorischen Prozess der Meinungsbildung, durch den eine breite Masse, jedenfalls breiter als in den vorherigen Dekaden, die Möglichkeit erhält, sich von der Repräsentanz der Mainstream-Medien zu distanzieren.

In dieser Emanzipation sehe ich enorme positive Aspekte, indem sie nämlich, ganz im Sinne Adornos Erziehung zur Mündigkeit, die Rezipienten zur Meinungsbildung in einer relativ autonomen Weise befähigt. Durch mediale Emanzipation können potentiell Prozesse des Verstehens in Gang gesetzt werden, die sich in einem „Bewusstsein von“ manifestieren und so schließlich in eine subjektiven Erkenntnis münden, die ohne diese medialen Repräsentanzen nur schwer oder kaum möglich gewesen wäre.

Nun sind gleichzeitig mit diesem Erkenntnisprozess auch Risiken verknüpft, da nämlich, nach der medialen Bewusstbarmachung folgende Ausgangssituation entsteht:

  1. Generell gilt es die Quellenlage des Sachverhalts, auf den sich der Repräsentant bezieht, zu hinterfragen bzw. zu überprüfen. Da dies aber nur unzureichend geschieht, ist generell die Gefahr der Fehlinformation gegeben.
  2. Da die Medien, die der Empfänger konsumiert, immer auch einen Teil seiner Lebenswirklichkeit spiegeln, wird er nach einer Erfahrung, die sein Weltbild positiv bestätigt, diese Erfahrungen verstärken und wiederholen wollen, ganz nach dem Motto: mehr Desselben.
  3. Digitale Plattformen, wie Facebook, werden den Effekt „mehr Desselben“ alleine dadurch verstärken, indem ihre Algorithmen dem Empfänger eine Vielzahl ähnlicher Inhalte vorschlagen („Echokammer“).

Die von mir aufgezeigten Punkte gelten freilich für alle Medieninhalte, denn die Grenzen zwischen autarker Berichterstattung, soweit diese überhaupt noch möglich ist, zur meinungsbildenden Propaganda sind fließend. Dies hat ganz einfach immer mit dem zu tun, was Schulze von Thun die Selbstoffenbarungs-Ebene nannte: Der mediale Gestalter ist immer nur so objektiv, wie seine innere Welt es ihm selber gestattet und es vor allem auch seine Sprachwelt zulässt. Denn schon Wittgenstein verwies darauf, dass die Grenzen der Sprache immer auch die Grenzen der menschlich wahrnehmbaren Welt sind.

Man mag also zurecht die Frage stellen, inwieweit Objektivität in dem Moment, wenn das Wechselspiel sich zwischen Inhaltgeber (Journalist, Wissenschaftler) und Inhaltnehmer (Rezipient) vollzieht, überhaupt noch möglich ist. Denn nicht nur der Inhaltgeber ist gefangen in seinem individuellen Setting aus Deutungsmustern, sondern so auch der Inhaltnehmer. Wenn dem aber so ist, so wird deutlich, dass Prozesse des Verstehens, so wie sie der große Hans-Georg Gadamer konzipierte, sich nur durch sich selbst heraus entwickeln können. Nur durch ein „Bewusstsein von etwas“ kann ich ein „Verständnis von etwas“ erlangen, das Verstehen ist somit die Basisvariable für die Erkenntnis, deren Eigenschaft ihre Emergenz ist, indem nämlich erst durch diesen innerpsychischen  Grundstock Neues überhaupt entstehen kann.

Insofern bieten zuverlässige mediale Inhalte immer nur einen Rahmen zur Bewusstbarmachung, ihre Existenz allein setzt aber noch keinen Erkenntnisprozess in Gang.

Prozess, statt Propaganda
Nun bleibt die Frage offen, wie wir die neue Linke (besser: die Friedensbewegung), die sich möglichst objektiven Medien bedienen sollte, auf neue programmatische Füße stellen. Um dies letztlich zu tun, ist, genau wie ich es weiter oben mit dem dyadischen Prozess zwischen Inhaltgeber und Inhaltnehmer aufgezeigt habe, eine inhaltliche, aber auch eine sprachliche Emanzipation von Nöten.

Dabei geht es nicht darum, die „linke Denke“ in einem schwammigen Sammelbecken für jene aufzulösen, die grundsätzlich gegen das System und seine Repräsentanten sind. Nein: Es geht um eine begriffliche Neudefinition und zwar jenseits von Ideologiengläubigkeit und Dogmatismus. Um die linke Denke zu etablieren, müssen jene, die von ihren Ideen überzeugt sind, in sich gehen und jene Aspekte, die nützlich, verwertbar, aber auch für den Mainstream verstehbar sind, selektieren, anpassen und neu präsentieren.

Durch die Begreifbarmachung, die sprichwörtlich in der begrifflichen Neukonzeption der linken Sache aufgeht, lassen sich jenseits von esoterischen Ideenmodellen langfristige Modi Operandi entwickeln, die die breite Masse der Bevölkerung befürwortet. Worum es mir geht, ist die Verabschiedung von jenem selbstverliebten Hedonismus, wie er gerade in links-liberalen Kreise gerne auftrat und noch immer auftritt. Am Beispiel des Klassenkampfes festgemacht, heißt das, dass ich vor der breiten Bevölkerung nicht jenen alten Begriff bemühen muss, um gesellschaftliche Ungleichheit aufzuzeigen. Vielmehr geht es um die Initiierung eines Prozesses, eine  Bewusstbarmachung von Ungerechtigkeit, die jeden einzelnen von uns angeht.

Dabei darf die Kritik am System und am Status Quo sich aber nicht in sich selber erschöpfen, sondern muss schöpferische, konkrete Wege aufzeigen, wie aus Problemlagen potentielle Lösungswege erwachsen können. Nicht selten liegt in der permanenten Negation, die sich bei vielen linksdenkenden Menschen in einer Art Wut-Depression entlädt, jene Abschreckung der „Anderen“, die potentiell für unsere Ideen offen wären. Systemisch gesehen, zieht die Partei DIE LINKE beispielsweise ihre gesamte Energie aus einer immanenten Systemkritik heraus und man kann sich schon fragen, inwieweit sie mit dieser Systemkritik längst zum Teil desselben geworden ist.

Es bleibt generell fraglich, ob sich die Idee von einer gerechten Gesellschaft überhaupt in einer repräsentativen Demokratie verwirklichen lässt. Doch wenn wir es damit ernst meinen, so müssen wir für sie kämpfen und zwar im bildungstheoretischen Sinn, der in der Praxis schließlich zu einer Mündigkeit jedes einzelnen Menschen führt. Dieser Prozess kostet auf beiden Seiten Zeit und Kraft. Konkret können die Bedingungen für diesen Erkenntnisprozess mittels eines Angebots

  1. an alternativen Medien verwirklicht werden, das die Lehrpläne offener gestaltet
  2. das die Kritik der Schülerinnen und Schülern fördert und gezielt entwickelt
  3. dessen Ziel einzig und allein der mündige Mensch ist, statt eines verwertbaren Subjekts


Das kritische Individuum als Schlüssel für ein kritisches Bewusstsein
Aus meinen Ausführungen wird deutlich, wie wichtig ein kritisches Bewusstsein des Individuums ist. Noch jedoch vollzieht sich gerade im schulischen Kontext ein Prozess der unkomplizierten Anpassung an den Status Quo und das, damit das Individuum sich schnellst- und bestmöglich in die Gesellschaft eingliedere. Abstrahiert man dies, so gelangt man schnell zu der Einsicht, dass es sich bei einem Großteil dessen, was wir Bildung nennen, eigentlich nur um die Festigung eines bestehenden Herrschaftsanspruches handelt. Damit das kritische Bewusstsein im Kinde überhaupt erst angelegt wird, geht es um eine gezielte Förderung innerhalb der Sozialisationsinstanzen, die nur durch ein emanzipiertes Lehramt-Studium letztlich erreicht werden kann.

Erst im Zusammenspiel zwischen den Sozialisationsinstanzen, der Familie und den entsprechenden funktionalen Gruppen (Arbeitskollegen etc.) wird in einem langfristigen Prozess der Adjustierung und Readjustierung Erkenntnis, im Sinne zumindest partieller Objektivität, erzeugt.

Medienkompetenz als Werkzeug des kritischen Individuums
Medienkompetenz meint das bewusste selbstständige Auswählen von medialen Inhalten, die sich nachweisbar auf seriöse Quellen berufen und deren Sinnhaftigkeit jenseits von interessengesteuerter Meinungsmache liegt. Medienkompetenz setzt immer den Glaube an ein mündiges, kritisches Individuum voraus und muss somit Ziel und zugleich Bedingung pädagogischer, im weitesten Sinne erzieherischer Intervention sein, da sie dem Menschen einen Referenzrahmen an die Hand gibt, mit dessen Hilfe er selbst propagandistische Praktiken entlarven kann und sich eigenständig gegen diese zu schützen vermag.

Insofern kann man die allgemeine Abneigung gegenüber der linken Idee, die sich für eine Aufweichung bestehender Machtstrukturen zugunsten eines gerechten Verteilungsschlüssels einsetzt, dem Funktionieren der propagandistischen Praxis der Systemmedien zuschreiben, die diese bewahren und schützen wollen. Dies ist nicht neu. Um dem Individuum den Selbstschutz der Medienkompetenz, denn um nichts anderes geht es, zu vermitteln, bedürfte es, wie oben in Ansätzen beschrieben, einer Reform des Bildungssektors, gleichwohl aber auch einer Reform der Medienlandschaft, die Nachrichtenschnipsel in systematische Gesamtzusammenhänge stellen müsste, erklärt und Stellung bezieht. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, das sich wertneutraler Journalismus darin manifestiert, wichtige Informationen, was nun beispielsweise die Einnahme dieser oder jener Stadt, die Unruhen in diesem und jenem Staat angeht, einfach wegzulassen.  Denn auch durch das Weglassen von Informationen konstatiert sich Meinung und zwar im übelsten Sinne.

Medienkompetenz, so wie ich sie verstehe, ist insofern der Schlüssel, um eine gerechtere Gesellschaft überhaupt erst zu ermöglichen. Mit der Medienkompetenz soll und muss eine neue Beschäftigung mit der Sprache einhergehen, eine Enttäuschung der Begriffe im wahrsten Sinne des Wortes, die leere Begriffsschablonen, wie Freihandelsabkommen, Neoliberalismus, Arbeitsagenturen, Friedensmissionen und sofort, systematisch ihrem Gehalt nach untersucht und, wenn nötig, als semantische Lügengebäude entlarvt.

Die Allgegenwart der Medien in ihren unterschiedlichsten Formen macht ein neues Gesellschaftskonzept für sie unumgänglich. Dazu zählt ein speziell geschultes Lehrpersonal, das wirklich state of the art ist, aber auch Eltern, die wissen, wie sie sich mit den immer komplexeren Anforderungen der digitalen Welt auseinandersetzen und ihnen im Erziehungsprozess begegnen müssen.

Dies ist gerade auch der Tatsache geschuldet, dass die Beeinflussung junger Menschen, deren Identität langsam heranreift, noch nie einfacher war wie heute. So ist die Vermittlung von Medienkompetenz letztlich ein probates Mittel, um gesellschaftliche Strukturen zu erkennen und überhaupt erst zu verändern.

Foto: Faellanden.ch

Zu Silvester ein paar Gedanken über den Frieden 

Was wir mehr denn je brauchen, ist ein übergreifendes Bewusstsein dessen, was es heißt, links zu sein. Dabei geht es keineswegs um eine Begriffsdefinition, sondern vielmehr um eine Bündelung der Kräfte derjenigen Menschen, die gegen Krieg und Gewalt sind.

Gerade in diesen Zeiten, in denen sich die Eliten  ganz und gar dem Postkapitalismus verschrieben haben und den Menschen als ein funktional verwertbares Teilchen im Produktionsprozess betrachten, ist es wichtig, sich stets solidarisch für unser Ziel, eine friedlichere Welt, einzusetzen. Innere Konflikte in der linken Bewegung, wie sie sich in der leeren Begriffsschablone der „Querfront“ oder auch in der leidigen Debatte Kipping vs. Wagenknecht darstellen, sind dabei alles andere als nützlich und dienen nur denen, die unsere Idee schwächen wollen. 
Denn so verlieren wir das Wesentliche aus dem Blick. Dass nämlich das System des Kapitalismus parasitär und inhuman ist. Seine ganze Perversion wird deutlich in einem globalen Finanzcasino, in dem der Profit über alles gestellt und mit der Spekulation auf die Knappheit von Nahrungsmittel Gewinne eingefahren wird, während Menschen verhungern.  
Parallel dazu beginnt die Wiederaufrüstung, die Bundeswehr soll in der sogenannten Mitte der Gesellschaft ankommen, ein intellektuell unterbelichteter Spielball für die Militärs regiert in Washington eine Atommacht, Frankreich wird unter Macron ultra-neoliberal, in Österreich geht die gefährliche Saat des Nationalismus auf, genau wie in Polen und Ungarn, während in Syrien und im Yemen Stellvertreter-Kriege ausgefochten werden, um nur zwei von vielen  Kriegsschauplätzen zu nennen. Dem steht eine (geschäftsführende) Bundesregierung plan- und visionslos gegenüber. Und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Zu viele Fragen, z. B. die sich durch die Digitalisierung und Automatisierung vollziehenden gesellschaftlichen Verwerfungen, die zunehmende Kinder- und Altersarmut und das Anwachsen der prekären Arbeitsverhältnisse, bleiben bewusst unbeantwortet. 

Stattdessen verliert man sich in einer Politik, die nur von hier bis zur nächsten Wahl reicht und sich mit der notdürftigen Behandlung von Schein-Symptomen zufrieden gibt.
Ihr seht: Eine solidarische, aufgeweckte, friedliche Linke-Bewegung tut Not. Mehr denn je. Und das Gute daran: Auch im nächsten Jahr stehen den Lobbyisten und Systemmedien eine Vielzahl unabhängiger Medien gegenüber.
In diesem Sinne wünsche ich allen zeitGEIST-Fans ein erfülltes Jahr 2018.

Ihr
Andreas Altmeyer

zeitGEIST-Gründer

Foto: artinwords.de