Amerika liegt im Fieber. Ein Land, das einst stolz war auf seine Freiheitsstatue, sein Versprechen von Chancen und Aufstieg, windet sich heute wie ein kranker Körper, der das Gift nicht mehr loswird. Der Anschlag auf Charlie Kirk, eine der markantesten konservativen Stimmen seiner Generation, ist mehr als ein Attentat auf einen Mann. Er ist das Delirium eines Staates, der den Kompass verloren hat. Wenn politische Gegner mitten auf offener Bühne niedergeschossen werden, ist das nicht mehr Randnotiz, sondern Offenbarung: Die Ordnung zerbricht.
Und während in den USA die Schüsse hallten, taten sich die deutschen Medien in altbekannter Manier hervor. Sie bezeichneten Kirk nicht in erster Linie als Opfer eines Anschlags, nicht als Bürger, dem das Recht auf Leben und Rede genommen werden sollte, sondern als „Trump-Verbündeten“. Ein Etikett, das sofort den Subtext transportiert: Distanzierung, Verdächtigung, moralische Abwertung. Das Leid wird relativiert, weil der Getroffene nicht ins ideologische Raster passt. Es ist diese Reflexhaltung, die verrät, wie sehr auch unser eigener Diskurs bereits von Schieflage befallen ist – und wie wenig Mitgefühl für jene bleibt, die jenseits der linken Orthodoxie stehen.
Die Wellen der Gewalt, die durch Los Angeles rollen, sind die Fieberschübe dieses Körpers. Dort, wo einst die Sonne des Westens auf glänzende Boulevards fiel, herrschen heute ethnische Spannungen, Bandenkriege, Alltagskriminalität. Los Angeles, die Metropole der Vielfalt, zeigt sich als offene Wunde: Was als Utopie begann, ist zum Eiterherd geworden. Tribalismus statt Toleranz, Misstrauen statt Miteinander, Sirenengeheul statt Lebensfreude.
Die nüchternen Zahlen sind wie Thermometerwerte, die das Fieber bestätigen: Afroamerikaner stellen nur einen Bruchteil der Bevölkerung, doch sie tauchen in den Statistiken zu Mord, Raub und schwerer Gewalt in erschreckender Häufigkeit auf. Natürlich – das haben zahllose Studien gezeigt – sind Afroamerikaner in vielerlei Hinsicht benachteiligt: geringere Bildungschancen, schlechtere Berufsaussichten, zerbrochene Familienstrukturen, ein historisches Erbe der Diskriminierung. Aber das lindert das Fieber nicht. Denn für die Opfer von Überfällen, für die Mutter, die nachts die Schüsse hört, für den Ladenbesitzer, der hinter seiner zerborstenen Scheibe steht, sind soziologische Erklärungen wertlos. Wer nicht in Gated Communities lebt, spürt die Gewalt ungeschützt, direkt, ohne Filter. Und wer einmal das Echo eines Schusses in der eigenen Straße gehört hat, weiß, dass Theorien über Ursachen keine Sicherheit zurückbringen.
Das Multikulti-Paradigma, wonach Unterschiede durch Toleranz verschwinden könnten, ist eine Fata Morgana gewesen. Wer nicht integriert, erntet Ghettos. Wer nicht fordert, erntet Parallelgesellschaften. Wer nicht schützt, erntet Gewalt. So wachsen in den Schatten der Hochhäuser eigene Loyalitäten, eigene Gesetze, eigene Spiralen von Hass. Aus Nachbarschaft wird Feindesland, aus Konflikt ein permanenter Kleinkrieg.
Doch die Gewalt ist nur eine Seite des Fiebers. Die andere ist der Zerfall der sozialen Substanz. Wer durch Downtown Los Angeles geht, sieht die Zeltstädte der Obdachlosen, die wie offene Wunden im Stadtbild klaffen. Gestalten taumeln im Rausch des Fentanyl, einer Droge, die Körper und Seele gleichermaßen frisst. Die Bilder wirken wie ein Endzeitfilm, sind aber Alltag: tausende Tote jedes Jahr, eine Gesellschaft, die ihre Kinder an das Gift verliert. Und auch hier gibt es eine Parallele nach Deutschland. Noch sind es kleine Zonen – das Frankfurter Bahnhofsviertel, der Dortmunder Hauptbahnhof –, wo sich Drogenszene und Elend bündeln. Doch der Anteil ausländischer Bürger unter den Abhängigen ist hoch, auffällig viele Syrer sind dort in den Sog der Abhängigkeit geraten. Was heute auf ein paar Straßenzüge beschränkt scheint, kann morgen zur offenen Krise werden. Amerika liefert uns die Glaskugel, in der wir die eigene Zukunft sehen.
Der Anschlag auf Charlie Kirk ist kein isolierter Unfall, sondern Symptom. Er reiht sich ein in die Chronologie politischer Gewalt: die Schüsse auf Donald Trump, die Attacken auf konservative Redner, die wachsende Aggression gegen jene, die den linken Konsens nicht teilen. Dazu die islamistische Bedrohung: In New Orleans raste ein Terrorist, inspiriert vom Islamischen Staat, mit einem Lastwagen in eine Menge Feiernder. In Boulder warf ein Mann Brandsätze in eine Demonstration und brüllte Parolen für Palästina. Im Untergrund knüpft ISIS-K weiter seine Netze, bereit, das nächste Blutbad zu inszenieren. Und erst vor kurzem stach ein schwarzer Täter in einem Bus eine junge Ukrainerin nieder – ein Verbrechen, das selbst die abgebrühte Öffentlichkeit schockierte. Donald Trump forderte dafür die Todesstrafe und setzte ein Zeichen: dass es ohne Härte keine Gerechtigkeit geben kann.
Dieses Amerika ist nicht fern. Es ist ein Spiegel. Denn auch in Deutschland wird das Land zunehmend als bloßes Wanderungsland betrachtet. „Deutschland ist ein Einwanderungsland“ – so sprach zuletzt Friedrich Merz, einst konservative Hoffnung. Doch dieser Satz ist mehr als eine Beschreibung, er ist ein Programm. Er bedeutet, dass nationale Identität zweitrangig wird, dass Zuwanderung Dauerzustand ist, dass Integration als selbstverständlich gilt, obwohl sie nie selbstverständlich war. Wer aber nach Amerika blickt, sieht das Resultat: eine Gesellschaft, die unter der Last ihrer eigenen Zersplitterung stöhnt.
So ergibt sich ein Bild wie aus einem fiebrigen Traum: Amerika taumelt, von innen ausgehöhlt, von Kriminalität zerfressen, von ethnischen Spannungen zersetzt, von politischem Hass vergiftet, von islamistischen Anschlägen heimgesucht, von Drogen und Obdachlosigkeit zerfressen. Die Ghettos sind offene Wunden, die Banden sind Fieberkrämpfe, die Drogensüchtigen sind lebende Tote, die Attentäter sind Brandmale einer Gesellschaft im Delirium. Und der Staat? Er ist nicht Arzt, er ist Komplize – durch Rücktritt, durch ideologische Blindheit, durch die Verweigerung, das Offensichtliche auszusprechen. Aber was soll er tun? Trump versucht dagegenzuhalten: mit der Forderung nach Härte, mit dem Ruf nach der Todesstrafe für brutale Mörder, mit der Botschaft, dass Sicherheit keine Nebensache ist, sondern der Kern des Gemeinwesens. Er steht damit allein gegen eine Welle von Relativierungen, Beschwichtigungen und falscher Rücksicht. Doch die Frage bleibt: Reicht eine Stimme gegen ein ganzes System, das sich längst daran gewöhnt hat, im Fieber weiterzuschwitzen, statt die Krankheit zu heilen?
Der Weg hinaus aus diesem Fieber führt nicht über Diversity-Parolen, nicht über weichgespülte Gesetze, nicht über beschwichtigende Sonntagsreden. Er führt über Ordnung, Autorität, Assimilation, Identität. Alles andere ist Selbsttäuschung.
Wer Amerika heute betrachtet, blickt nicht über den Atlantik, sondern in eine Glaskugel. Wir in Deutschland stehen erst am Anfang. Noch sind viele Migranten erst seit wenigen Jahren im Land, noch haben sie keine Wurzeln geschlagen. Man erzählt uns, die Zeit werde alles richten. Aber die Erfahrung Amerikas zeigt: Zeit heilt nicht, wenn Wille und Ordnung fehlen. Integration geschieht nicht von allein und auch nicht allein durch staatliche Maßnahmen. Sie setzt den klaren Willen des Einzelnen voraus, sich einzufügen, die Sprache zu erlernen, die Gesetze zu achten, die Kultur zu respektieren. Wer diesen Willen nicht mitbringt, bleibt fremd – egal wie viele Förderprogramme es gibt. Und genau darin liegt das Kernproblem: Viele Migranten wollen sich schlicht nicht integrieren.
Das Fieberthermometer steigt. Und das Fieber kennt keine Gnade.
